Lunge und Trauer – NLP Podcast

Lunge – Austausch mit dem Außen.

Ich freue mich heute endlich den Podcast zum Thema Lunge zu präsentieren. Dieser hat es mir nicht leicht gemacht, denn die Ebenen, welche mit dem Thema Lunge zu tun haben sind vielfältig. Deshalb hier vorab. Dieser Podcast will nicht alle Möglichkeiten aufzeigen, welche in einer Lunge stecken kann, sondern anhand weniger Möglichkeiten Lösungswege finden.

Der Podcast

Hier können Sie diesen Beitrag zum Teil hören oder als Podcast herunter laden.

Die Lunge

Die Lunge ist eines der emotional und mental vielschichtigsten Organe. Und, um es vorwegzunehmen, ist systemische stark mit unserer Kindheit oder gar frühen Kindheit verwurzelt.

Als Vater eines gerade mal 17 monate alten Sohnes erlebe ich immer wieder mal, dass Husten sich nicht unbedingt von äußeren Reizen leiten lässt.

Genau dazu möchten ich Ihnen vorab eine Geschichte eines kleinen Mädchens erzählen. Dieses Mädchen hatte nach schwierigen Geburt starke Lungenprobleme. 4 Wochen im Krankenhaus im Sauerstoffzelt. Eine Belastung für Mutter und Kind.

Da bekam die Mutter einen Tipp einer hellsichtigen Frau: Das Kind können geheilt werden. Die Ursache für die Erkrankung sei die Trauer, welche das Kind um seine Zwillingsschwester habe. Welcher Zwilling fragte die Mutter ? Die Antwort war: Das Kind war ursprünglich Teil eines Zwillingspaars. Doch während der Schwangerschaft ist einer der beiden Geschwister gestorben .Die Mutter erinnerte sich und sagt ja das könnte sein.

Nachdem eine spezielle energetisch-manuelle Therapie gestartet wurde, war das Kind innerhalb einer Woche auf dem Damm und bereit nach hause zu gehen. Diese Geschichte hat mich immer berührt, wenn es um die Lunge ging und mir gezeigt, wie sehr doch emotionale Themen und Körper zusammenhängen. Und zwar unabhängig von unserem bewussten System.

Die Funktion der Lunge

Wissen Sie um die Dienste Ihrer Lunge. Den meisten Menschen fällt dazu ein, dass die Lunge den Sauerstoff austauscht. Dieser ist eine aktive Triebkraft in unserem System. Im Austausch dafür atmet man man ein Gas aus, welches man Kohlendioxid nennt. Dieses ist ein Endprodukt der Zellatmung und wird über das Blut zu den 300 Mio Lungenalveolen gebracht in denen der Austausch gegen den Sauerstoff stattfindet.

Co2 ist ja gerade bei Autos in der Diskussion. Denn die Belastung der Natur ist durch zuviel dieses Gases genauso schädlich wie zuviel Co2 im Körper Die Wirkung ist, dass der Säuregrad steigt und das hat Auswirkungen auf das gesamte Körpersystem. Versagende Nieren. Schneller Herzschlag. Das Endsystem ist die akute Azidose.

Gott sei dank – hat eben dieser Gott uns mit einem Schutzsystem versehen. Ein 20igfach überdosierter Basenpuffer. Als ob er gewusst hat, dass wir den in der heutigen Zeit einmal brauchen würden. Doch schon der Einsatz dieses Puffers geht im Körper mit Veränderungsprozessen einher. Kurzzeitige starke Co2 – Konzentrationen ( z. B. nach Sport verändern das emotionale System.

Denn der vorrangige Zweck der Atemfrequenz ist, dafür zu sorgen, dass der CO2-Pegel einen optimalen Wert hat. Sinkt der CO2-Wert in der Lunge unter 3 % funktioniert der Gasaustausch in der Lunge nicht mehr. Durch Regelung der Atemfrequenz und Atemtiefe hält der Körper eine Konzentration von etwa 6 % aufrecht. Ist der CO2-Wert zu hoch, vertieft oder beschleunigt die Atemsteuerung die Atmung. Es ist also in der Regel nicht der Bedarf an Sauerstoff, der eine Einatmung auslöst, sondern meist der Überschuss an CO2. Die Steuerung dieser Prozesse findet im Hirnstamm statt, kann aber im Gegensatz zum Herz auch bewusst beeinflusst werden.

Dies ist keine neue Erkenntnis. Die Yogis nutzen diese Methode schon seit mehreren 1000 Jahren und nennen dies Pranayama. Aber auch moderner Techniken, wie die Buteyko-Methode bedienen sich zur zum Beispiel zur Heilung von Asthma spezieller Atemtechniken. Diese Technik geht davon aus, dass Asthma ein Schutz vor zuviel CO2 im Blut sein könnte.

Die Emotionale Lunge

Die Arbeitsweise der Lunge reagiert auf Veränderung im emotionalen System.

Man kann dies auch daran erkennen, dass wir wenig natürlich atmen. Nehmen Sie sich jetzt mal ein paar Sekunden und beobachten Sie Ihre Atmung…

….

Bewegt sich Ihr Brustkorb ?…
Bewegt sich Ihr Bauch ? …
Bewegen sich Ihre Schultern ?…

Die natürlichste Atmung ist die Bauchatmung. Als Baby atmen wir noch so, verlieren diese Fähigkeit im Lauf des Lebens. Wir gehen immer mehr zur Brustatmung über. Dies hat etwas mit Kontrolle der Emotionen zu tun. Denn im Bauch stecken unsere Emotionen im Brustraum halten wir diese fest. Der Vorteil ist, dass wir gelernt haben unsere Emotionen zu beherrschen. Ich betitle das als neutral. Es gehört zum Leben. Problematisch ist eher das hängen bleiben in einem Zustand oder die extremen Übergänge. Das wäre als würden Sie den Atem anhalten und dann stoß weise ausatmen und wieder warten und stoß weise einatmen.

Atem in Schrecksituationen hilft zu bedenken und die Emotionen zu unterdrücken. Tief ausatmen schafft verstärkte Parasympatikus-Aktivität und damit Ausgleich vom Stress. Kurz und schnell atmen verändert den Sauerstoffgehalt im Blut. Unser Atem kann vielfältig unser Körpersystem verändern. Das limbische System nutzt dies um seine emotionalen Ziele zu erreichen und beeinflusst mit Hormonen die Atemfrequenz genauso, wie wir das bewusst tun können. Geschieht dies über längere Zeit, so kratzt das an unserem Basenpuffer und wenn der weg ist, dann ist für den Körper Notstand. Zuviel oder zuwenig. Das ist immer Thema der Lunge. Hängenbleiben in einem Zustand und dann intensiv in den anderen übergehen.

Und so findet man oft bei den psychischen Thematiken im Zusammenhang mit der Lunge dieses Thema „Zuviel oder Zuwenig“

Betrachten wir jemanden vom Lungentyp „zuwenig“:

Man erkennt diesen Typ gut an der hellen Haut, Körperhaltung, vielleicht sogar am Schwitzen oder an der pfeifenden Atmung. Allein, dass man ein körperliches Symptom erkennen kann, ist oft schon eine Problematik für die betroffenen Personen. Zurückgezogenheit ist oft zu beobachten.

Ausdrücke wie :
• Das nimmt mir die Luft
• Das macht mich eng

deuten darauf, dass dahinter auch ein emotionales Thema liegt. Sich Raum nehmen ist für diejenigen meist nicht einfach. Sich vor dominierenden Personen abgrenzen genauso wenig. Konfrontation wird vermieden und auf der körperlichen Ebene geht das mit flacher Atmung einher.
Erfahrungen aus den inner Journey’s zeigen zum Beispiel, dass hinter diesem Körpersystem oft ein starkes Liebesbedürfnis steckt. Und die Angst zuwenig zu bekommen oder durch starken Ausdruck plötzlich ungeschützt oder ungeliebt zu sein.

Der Lungentyp „zuviel“:

Starke Ausdrucksform, -oft weiter Brustkorb. Viel Brutkorbatmung. Allerdings nicht als starke Persönlichkeit stabil. Fällt in bestimmten Kontexten in anderes Extrem. Gerade in Liebesbeziehungen wandelt dieser Typ zwischen dominierend, unnahbar und der Angst vor Dominanz. Der Brustkorb wirkt wie ein Panzer vor Emotionen, doch wenn er innerlich wirklich berührt wird, bricht das System vollkommen zusammen. Siehe auch das Thema Trauer weiter unten.

Beide Typen sind hier in Ihrem Extrem gezeichnet. Sollten Sie sich persönlich als Lungentyp bezeichnen, so sehen Sie doch mal genau hin, ob Sie nicht in bestimmten Bereichen solche Extreme kennen. So könnten Sie als Frau hin und her gerissen sein zwischen einem Hilfe-Bedürfnis für fremde Menschen, doch in Ihrer Beziehung oder Familie wirken Sie unnahbar.

Oder sehen Sie einmal in Ihre Vergangenheit. Gab es Menschen zu denen es Sie hingezogen hat, die Sie schnell als zuviel wahrgenommen haben. Hat Sie die damit einhergehende Ablehnung stark – mehr als normal – gekränkt.

Diese und ähnliche Themen können auf der Oberfläche Ausdrucksformen sein. Um wirklich sicher zu sein muss man durch die oberen emotionalen Schichten hindurch reisen und in der Tiefe die Antwort finden.

Krankheiten der Lunge

Krankheiten Lunge gibt es einige. Und heutzutage ist einer der maligsten Krebsarten, der Lungenkrebs, eine sehr häufige Todesursache.

Krankheiten können durch Verunreinigung wie Rauchen und Schadstoffbelastungen in der Luft ausgelöst werden, Wir vertreten jedoch in unserer Vorannahme den ( bestimmt auch kontrovers diskutierbaren) Standpunkt, dass die Initialzündung der Erkrankung durch einen emotionalen Aspekt gestartet wird.

Unsere psychosomatischer Theorie der Krankheitsbildung beim Lungentyp geht von einem Paradox aus, der zur Krankheiten führt, wenn jemanden zwischen zwei extremen inneren emotionalen Haltungen gefangen gehalten ist und weder das eine noch das andere erreichen kann und mit einem Ergebnis „Weder noch / Beides“ nicht leben kann/will. Oder noch deutlicher sichtbar : Das er zwischen den beiden Extremen hin und her wechselt, nur mit manchmal (selbst-) zerstörerischer Energie.

Folgendes Beispiel
Ein Mann findet keine Ruhe in seinen Beziehungen. Im Lauf des Lebens wechselt er von Frauen, die extrem dominant sind und Ihn an der Nase herumführen zu Beziehungen, welche er nicht wirklich an sich heranlässt. Als er endlich eine Frau findet, welche beides in sich vereint beginnt folgendes Spiel. Er ist in der Regel der dominatere Partner in der Beziehung, auch wenn der Unterschied nicht weit ausgeprägt ist. In Stresssituationen verliert er an Kraft und wird schwach. Dies löst bei der Frau aus, dass Sie sich zurückzieht, so dass er in der Schwäche keine Liebe mehr bekommt. Er wird wütend, was dazu führt, dass sich die Frau noch weiter von Ihm entfernt. Die Situationen stören die Beziehung beträchtlich, da aber Liebe hinter der Beziehung steckt, hält diese das aus. Nach Jahren bekommt der Mann plötzlich Bronchialasthma. Mehrere Monate im Jahr hat er damit zu kämpfen. Es will nicht vergehen. Er läuft eigentlich schwach durch das Haus, nimmt sich mit seinem Asthma aber sehr viel Raum und Aufmerksamkeit. Er kann laut sein und wird in seiner Schwäche auch noch beachtet. Sein Körper hat eine Möglichkeit des Ausdrucks gefunden. Eine dreigeteilte lösungsorientierte Arbeit brachte das Thema in der Kindheit zutage, änderte den Glaubenssatz dahinter und veränderte das System, so dass Asthma als Helfer gehen konnte.
Danach war es vorbei.

Lösungen wie zu dieser Situationen treten aus dem Tretralemma heraus. Weder das eine, noch das andere noch keines von Beiden oder deren Verbindung. Lösungen verlassen die Ebene auf der das Problem auftritt. Und ein guter Weg das zu erreichen sind neue Sichten durch systemische Aufstellungen oder durch eine neue Entscheidung im Tiefenprozess der Journey.

Das Tetralemma ist übrigens geprägt von Matthias Varga von Kibed und seiner Frau Ilsa aus dem Münchner Syst: Institut. Ich kann das jedem nur empfehlen.

Buchtipps zu diesen Techniken finden Sie auf der Webseite.

Die Lunge und die Trauer / Traurigkeit

Wenn das Herz Emotionen beeinhaltet, dann schützt der Brustkorb mit der Lunge das Herz vor zuviel Emotionen. Und Trauer kann manchmal überwältigend sein. Die Lunge portioniert sozusagen die Emotion fü das Herz.

In der gängigen Literatur wird die Lunge mit der Emotion Trauer in Verbindung gebracht. Ich möchte das nicht so standardisiert stehen lassen, sondern ein wenig differenzieren. Zum einen begegnet mir auf den „inner Journey’s“ oft die Schicht Trauer. Die dazugehörige Körperwahrnehmung ist ein Druck auf der Lunge. Die Atmung wird flach.

Dazu gehörig ist auch immer die nächste Schicht, meist eine Emotion aus dem Bereich Ärger, Wut oder dann auch Hilflosigkeit. Das macht Sinn. Gegen wen will man seinen Ärger richten. In der Trauer um verlorene Menschen – ob durch Trennung oder Tod – sind wir hilflos. Und das einzige was hilft ist das anzunehmen. In der Lunge wird dieses Gefühl gehalten und damit ein ständiger innerer Prozess des Verarbeitens ausgelöst. Ist dieser Prozess für das Unbewusste verarbeitet, geht die Verarbeitung in den Bauch über. Die Bauchatmung beginnt und verarbeitet die Emotionen ( Doch davon mehr in einem weiteren Podcast ). Meist verändern sich die systemischen Strukturen dann innerhalb von Tagen ( Neue Partner , Umzug …, neuer Haarschnitt 😉 )

Wird der Prozess der Verarbeitung nicht angenommen, bleiben die Spannungen in dem Lungenbereich erhalten und müssen für ein Funktionieren in der Gesellschaft kompensiert werden. Mit genügend Energieaufwand ist das machbar. Sie können aber erwarten, dass Emotionen keine Zeit kennen und höchstens in der Intensität nachlassen. Das Thema bleibt aber bestehen und oft sucht man sich unbewusst Situationen im Leben, um dieses wieder aufleben zu lassen. Aber wem erzähle ich das. Kennen Sie solche zerstörerischen Strategien. Ob ja oder nein. Gut ist es da einmal genau hinzusehen und diese vielleicht zu verändern. Kommen Sie zum Kurs NLP’a (Prozessarbeit) oder zu einer Journey um diese Muster zu erkennen und zu verarbeiten.

Natürlich ist das Thema noch weitaus komplexer als hier dargestellt, doch oben genannte Abläufe sind heute oft in der Psychosomatik zu finden.

Der Therapeutische Ansatz

Die oben benannte Kompensation belastet die Lunge. Denn diese kontraktiert Muskelbereiche, welche dadurch unter Zellstress kommen.

So ist es gut möglich an diesem Bereich manuell zu behandeln. Doch eine Entspannung in diesem Bereich kann unter Umständen zum Erscheinen der bis dato gehaltenen Emotion führen. Für manuelle Behandler ist dieses manchmal nicht leicht zu handhaben.

Unser Weg ist dabei Somatic Release. Dies ist auch für Ärzte und Manualtherapeuten zu empfehlen, aber auch Psychologen und Coaches können Lösungen daraus mitnehmen, die eine Erweiterung der eigenen Behandlung sein können.

In Verbindung mit manuellen Techniken, sollte ein Behandler vor allem auf den die Verbindungen vom Thorax zu Hirnstamm und dem limbischen System achten. Vielfach findet man craniale Spannungen in den dazugehörigen Bereichen im Gehirn.

Beim Thema psychosomatische Lunge, ist es sicher auch ratsam, sich mit folgenden Themen auseinanderzusetzen:

  • Systemische Strukturaufstellungen
    Erkennen und Verändern der Auslösermechanismen im Herkunftssystem. Oft haben sind Lungenthemen mit vielen Generationen verknüpft.
  • Emotionale Neuentscheidung (Inner Journey).
    In der Kindheit haben aufgrund eines bestehenden Dilemmas eine Entscheidung getroffen die damals richtig war, Ihnen heute Probleme bereitet. Fällen Sie diese Entscheidung neu (auf emotionaler Ebene).
  • Beliefveränderungen
    Auslösebilder mit Submodalitäten verändern.

Alles in allem ist das Thema Lunge ein sehr großes Thema. Und viele Krankheiten im restlichen Körper hängen mit der Atmung zusammen. Allein das ständige Thoraxatmen führt dazu, dass die Bauchorgane weniger bewegt und massiert werden. Somit fehlt denen etwas. Weitere Beeinträchtigungen in diesem Bereich können damit schneller zu Krankheiten führen.

Sie sollten Ihr Leben einmal auf ihre Extreme hin untersuchen.

Sie finden auch eine Trance zum Thema Lunge und Ausgleich auf folgenden Link.

Vielen Dank für Ihr Interesse.

Beachten Sie auch die Buchtipps und die Links am Ende.

 

Für alle Interessierte: Ich stelle gerade eine kleine Trancesammlung für einfache Anfänge zu diesem Thema zusammen. Wenn Du Dich auf den Newsletter eintragen lässt, bekommst Du diese in Kürze zugesandt.

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Buch: Leben ohne Asthma

http://www.yoga-praxis.de/FreiesAtmen/ArtikelBDY.htm

http://www.angstportal.de/Wenn-der-Atem-stockt.html

http://www.syst-strukturaufstellungen.de/

 

Die Musikstücke im Podcast sind vom Podsave Music Network und können dort auch heruntergeladen werden:

  • Liberta von 2012
  • Unison von Ambient Light
  • This Place von aegis Jun