Ziele setzen mit NLP

Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt.
Gotthold Ephraim Lessing

Lessing wusste es schon und viele andere folgten dieser Idee. Doch wenn man sich mit dem Thema einmal näher beschäftigt, dann erkennt man erst die vielen Facetten des Themas.
Was genau ist denn ein Ziel für einen Menschen heute? Auf welcher Ebene manifestieren sich Ziele? Was sagt die moderne Gehirnforschung dazu und was sagen alte Meister zu diesem Thema? Die Antwort auf diese Fragen soll das Ziel dieses ersten Blocks zum Thema Ziele sein.

Nach der Denkweise des NLP ist  ein Ziel verbunden mit inneren Repräsentationen, welche mich meist und hoffentlich positiv stimulieren und mir damit Energie geben, damit ich dieses Ziel erreiche. Auf Körperebene wird ein Cocktail von Hormonen ausgeschüttet, die mir Energie geben und helfen sollen diesem Ziel zu folgen.

Dem Ziel gegenüber steht in der Regel jedoch „das Problem“ oder „die Schwierigkeit“. Wenn jemand deren Repräsentationen aufrufe dann erlahmt der Energiefluss. Also wenn Sie an eine schwierige Aufgabe denken, beginnen vielleicht erst einmal nur Aspekte zu zeigen, wie vielleicht ähnliche Situationen in der Vergangenheit und deren schlechtes Gefühl dazu. Dieses schlechte Gefühl bremst den inneren Energiefluß und es ist schwierig sich wieder in Bewegung zu setzen. Die alten Erfahrungen, aktuellen Ängste bremsen das Vorwärtskommen. Bitte beachten: diese haben auch positive Aspekte: Sie denken genauer über die Dinge nach.

Daraus folgt der Zielrahmen. Ein Rahmen, der mir in einem bestimmten Kontext einen Weg zeigt um vom Problem zum Ziel zu kommen. Und dieses Ziel sollte eben für die schwierige Situation eine kraftvolle und am besten auch selbstverantwortliche Lösung sein. Um genau zu sein sollte es sogar noch ein paar mehr Eigenschaften besitzen. Als Hilfe, um sich diese Eigenschaften zu merken gibt es den Begriff SMART – So wie das Auto.

SMART – Ziele sind:
S – pezifisch-konkret (präzise und eindeutig formuliert)
M – essbar (quantitativ oder qualitativ)
A – ttraktiv (positiv formuliert, motivierend)
R – ealistisch (das Ziel muss erreichbar sein)
T – erminiert (bis wann…?)

Probieren Sie es doch gleich mal aus: Erschaffen Sie sich ein Ziel, welches Ihnen am Herzen liegt und überprüfen Sie mit den SMART Regeln dieses Ziel. Erschafft es Herzklopfen, wenn Sie daran denken. Hat es einen klaren Terminus wie:
In zwei Wochen, also bis zum 7.Juni habe ich fünf neue Kunden akquiriert. Dabei bin ich neugierig und offen auf mögliche Kunden zugegangen und habe mit Leichtigkeit meine Dienste angeboten.

Vermeiden Sie Negationen, wie un/nicht/kein, denn Sie können nicht nicht an einen roten Elefanten mit blauen Punkten denken, ohne sich den erst einmal vorzustellen.

Denn ganz wichtig ist: Ziele sind sowohl dafür da, klarer zu werden, also auch für Anweisungen an das Unbewusste. Und das spricht eher nur in Repräsentationen, also ohne Negationen. Wenn Sie möchten, dass Ihr Unbewusstes Sie unterstützt und Sie quasi ohne bewusstes Handeln zu Ihren Zielen bringt, dann erschaffen Sie kraftvolle positive Sätze, die sich leicht ins Unbewusste einprägen.

Aber passen Sie auf – diese könnten auch eintreten.

Als Hilfe biete ich meinen Klienten immer an, sich Ziele so zu formulieren, dass ein Teil den Kontext beschreibt, in dem etwas abläuft, der zweite Teil sich mit konkreten Handlungen dafür auseinandersetzt und ein dritter Teil das „Wie“ und ein vierter das „Warum“ beschreibt. Ich nenne dies die Reinform eines Ziels und das besteht aus den Aspekten : Kontext, Handlung, Wie und Wofür/Warum.
Beispiel:

Kontext: Im Umgang mit der Kollegin M…

Handlung: … sage ich klar „Nein“…

„Wie“: … dabei bin ich freundlich, gelassen und vor allem eindeutig.

„Warum“ Damit schaffe mir Freiräume um mein Arbeit kreativer erledigen zu können.

Die Aspekte können dabei auch vermischt oder teilweise indirekt verwendet werden. Wichtig ist nur es muss anziehend sein und motivierend genug, eine schwierige Situation zu verändern.