Serendipität – Umbruch aus Zufall?

Serendipität bezeichnet laut Wikipedia eine zufällige Beobachtung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und überraschende Entdeckung erweist. Also manchmal ist im Ballast einer Sache etwas Neues versteckt, das man vorher nicht gesehen hat. 

Ist es nicht genial, dass unsere Sprache Wörter kennt, die etwas ausdrücken, dass uns heutzutage wahrhaftig immer wieder begegnet. Ich finde das in meinen Leben und in dem meiner Teilnehmer oder Klienten in einem ständigen „Zuviel“. Doch gleichzeitig erschafft das „Veränderung“.

Es ist der ständige Druck des Zuviel, das im Unternehmen, in den Familien, in der Schule und in der Freizeit erschaffen wird, welches Menschen immer mehr dazu bringt, Auswege zu suchen. Der Ballast wird zur Neuerfindung und immer mehr Menschen machen sich auf den Weg Neues in diesen Lebensformen zu entdecken. Seien es neue Formen des Arbeitens – Neue Aspekte des Wohnes – oder auch Möglichkeiten Erfolgreich ohne Burnout zu sein.

Spannend ist dabei, dass die Unternehmen, angetrieben von der Macht der Aktienmärkte, dieser Entwicklung hinterherhinken. Zwar durchlaufen die Strukturen ständigen Veränderungen, doch das scheint nur noch mehr Last auf die Mitarbeiter zu bringen. Doch genau an diesen Stellen brauchen wir ein neues Paradigma des Arbeitens. Und das kann nicht aus der neuen Struktur im Unternehmen erschaffen werden, sonder hat etwas mit einer Einstellung der Menschen zu sich und zu den anderen zu tun. Solange Erfolg nur durch die Anzahl der Stunden, die jemand arbeitet ausgedrückt wird, solange werden Burnout und Co zunehmen. Doch der einzige, der wirklich diesem Druck ausweichen kann ist jeder selbst.

Leider ist die Gefahr, dass nicht Andere das so sehen. Also braucht es vor allem Respekt für die Menschen, die weniger machen, die daran glauben, dass Denken auch mal Freiraum braucht und nicht nur Abarbeitung von Listen ist. Es braucht die Menschen, die sich entscheiden, dass Miteinander im Unternehmen Spaß machen kann. Dann erst wird diese auch Teil der Kultur eines Unternehmens sein. Wenn die Frage „Wie geht es Dir?“ nicht mehr mit „Viel zu tun“ beantwortet wird, sondern von Menschen, die sich zeigen und öffnen. Dann wachsen Bereiche zusammen, die bisher getrennt waren.

Zeitmanagement bracht Kreativität und Struktur zugleich. Teammeetings brauchen Dissens und Konsens. Menschen brauchen klares Denken und Fühlen.

Wenn das seinen Platz im Miteinander auch im Arbeiten hat, wenn Menschen sich zeigen und sich miteinander motivieren, dann werde ich als Coach arbeitslos sein und meine Bücher, die ich alle im Kopf habe niederschreiben können. Aber bis dahin bin ich froh, ein Botschafter dieser neuen Welt sein zu können !

Übrigens. Das Wort Serendipität ist anscheinend schon sehr alt und hat seinen Ursprung in den Mythen des persischen Indiens und kommt von einer Geschichte um die drei Prinzen von Serendip, die dem Tod entkommen, weil Sie aus den Dingen die fehlten ableiten konnten was geschehen war. Sie blickten über die Dinge hinaus und erkannten die Lücken dessen was andere nicht erkennen konnten. Sagen wir es waren Sherlock Holmes – Verschnitte des alten Asiens. Ihre Aussage ist es, mit  Klugheit und die Offenheit die Dinge so zu nehmen wie sie sind und die Brillen die uns daran hindern zu sehen, was relevant ist, abzunehmen. Was die jetzt mit den drei Weisen aus dem Morgenland zu tun haben ist wieder eine ganz andere Geschichte. 

Inspiriert by Anja M.  und  Wikipedia : https://de.wikipedia.org/wiki/Serendipit%C3%A4t