Leben ist biographieorientiert

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Biographieorientiert

Sind wir von unseren Prägungen, die am Morgen unseres Lebens entstehen so geprägt, dass unser ganzer Lebenstag darauf aufbaut. Nein, denn wir haben zu jedem Moment die Entscheidung anders zu handeln. Und wir haben Ziele unseren Fokus und Radius der Entscheidungsmöglichkeiten in andere Bereiche auszudehnen.
Du wirst in ein Leben voller Möglichkeiten geboren. Jede Familie hat ihren hier andere Wege, in der das Kind Entwicklungen machen kann. Und dabei sind in diesem System auch Begrenzungen vorgegeben, was für Entwicklungen darin gemacht werden können. Du nimmst in der Prägephase viele Muster auf. Damit wächst Du auf. Die therapeutische Welt sucht oft in diesen ersten Jahren nach den Ursachen vieler späterer Probleme. Und doch ist es anders. Denn spätestens ab der Pubertät beginnt das Leben sich intensiv mit den Gegenseiten zuzuwenden. Man denkt über Alternativen nach oder macht es auch komplett anders als die ursprüngliche Prägung vorgibt. Jeder Mensch versucht mehr oder weniger seinen Handlungsraum neu zu definieren. Doch oft ist zu diesem Zeitraum die Kernverletzung bereits entstanden. Und der Impuls das hinter sich zu lassen. hat bereits eingesetzt und die Kernkompetenzen beginnen zu wachsen.

Das Geheimnis des Lebens

Und jetzt kommt das Geheimnis des Lebens zum tragen. Es ist so, als ob das Schicksal uns immer wieder an Situationen führt, die nur dazu da sind, dass unser Thema gelöst wird. Man könnte sagen, die Biographie des eigenen Lebens gibt uns immer wieder die Möglichkeit uns anders zu orientieren und andere neue Entscheidungen zu treffen. Oder wie Matthias Varga von Kibet und seine Frau Insa Sparrer es im Tetralemma beschreibt:
Es gibt die eine Möglichkeit und die andere oder ein „Sowohl als auch“ und manchmal auch ein „weder noch“. Durch das Angehen dieser Schritte entsteht manchmal das „woran noch keiner gedacht hat“
Und damit können wir hinaustreten aus vorhersehbaren Handlungsmustern. Man könnte sagen, dass es immer wieder Attraktoren im Leben geben wird, die dafür da sind, Entscheidungen zu treffen. In diesen Zeiten prägt sich das Leben extrem.

Wenn wir das Leben als Kette von Ereignissen betrachten, von denen manche sehr intensive Entscheidungen verlangen, dann ist in diesem Zeitpunkt das Denken sehr intensiv. Intensiv Denken bedeutet auch immer die Alternativen zu durchdenken, wie es das Tretralemma vormacht. Und damit prägen sich auch neuronale Netze im Gehirn ein. In unserem Kopf sind immer auch die Alternativen vorhanden. Und auch wenn man in einer schwierigen Situation vielleicht wieder unangemessen oder falsch reagiest, so hat man auch die andere Möglichkeiten aktiv. Aber aus Gewohnheit, Angst, falschen Glaubenssystemen oder sozialer Zugehörigkeit wendest man sich lieber dem ersten Weg zu. Damit verdichtet man einen Handlungsstrang. Doch auch wenn ich mich wiederhole: Der andere Weg ist immerhin als Möglichkeit im Raum.


Unser unglaublich komplexes Gehirn hat zu jedem Zeitpunkt alle Möglichkeiten zu entscheiden, wenn diese bereits durchdacht, erlebt, gesehen, oder im Erfahrungsraum der Ahnen enthalten ist.


Und damit geht die Verantwortung wieder an Dich zurück: Glaube nicht was Du denkst. Erforsche, was Wachstum im Lebens sein kann. Verändere die Richtung deines Lebens. Und indem Du immer mehr den Bereichen Aufmerksamkeit zuordnest, die Du erreichen willst, beginnt auch die Wahrscheinlichkeit für neue Entscheidungen sich zu verändern. Und plötzlich wirst Du bemerken, dass Du andere Entscheidungen wählst, die das Leben in eine andere Richtung lenken. Der Rubincode ist eine Möglichkeit dies zu tun.


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