Die neurologischen Ebenen

Das Modell der „neurologischen Ebenen“ oder auch nur „logischen Ebenen“, wurde von Robert Dilts in den 80er Jahren entwickelt. Es stellt ein hilfreiches Konzept von Ebenen menschlichen Erlebens und Denkens dar. Das Model besteht aus mehreren Schichten, bei der die einzelnen Schichten Arten von Denkprozessen definieren. Die neurologischen Ebenen beschreiben auch eine bestimmte Struktur unseres Gehirns. Es gibt Gehirnbereiche, die für motorische und detaillierte Aspekte unseres Lebens zuständig sind und es gibt welche, die sich um Gemeinsamkeiten in Handlungen und Informationen kümmern. Je generalisierter, desto mehr werden interne Abläufe zusammengefasst und dann für schnelle Entscheidungen benutzt. Stellen Sie sich das ruhig als stark vereinfachtes Model, wie eine hierarchische Firma, vor. Ein Mitarbeiter der Produktion wird in der Regel keine Entscheidungen für das gesamte Unternehmen durchführen und ein Chef wird dem Mitarbeiter nicht diktieren, wie er seinen Computer einschalten muss. Und auch unser Gehirn funktioniert in vielen Bereichen so, dass es manchmal nur die Lösung bevorzugt, die in der Hierarchie ganz oben angesiedelt ist. Denn die ist das Ergebnis der Zusammenfassungen, die bei Lernen immer wieder stattfinden und dadurch das Gehirn effektiver machen. Nur in komplexen Veränderungsprozessen sind alle Ebenen involviert und mit unterschiedlicher Gewichtung angesprochen.

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Robert Dilts definierte daher folgende Ebenen des Denkens: die Repräsentation der Umwelt, des Verhaltens, der Fähigkeiten, den Glauben und Werten, dem Selbstbild und der Zugehörigkeit oder Mission. In dem Modell sind die Ebenen von unten nach oben organisiert, und alle Ebenen sind auch im Gehirn präsent und miteinander verbunden. Veränderungen auf einer Ebene wirken sich häufig auf die anderen Ebenen aus. Also wenn Sie entscheiden, dass Sie ein guter Schreiner sind, wird Ihre Arbeit sich auch verbessern. Doch wahrscheinlicher ist es, dass Sie sich durch genügend Erfahrung und regelmäßiges positives Feedback eine solide Basis für Ihre Überzeugung erarbeiten. Dadurch festigt sich der Glaube ein guter Schreiner zu sein.

Bei einer Veränderungsarbeit ist es daher oft hilfreich, zu wissen, auf welcher Ebene man gerade arbeitet. Veränderungen auf den höheren Ebenen ziehen oft Veränderungen auf den darunterliegenden Ebenen mit sich. In geringerem Maße kann es auch darüber liegende Ebenen beeinflussen.  Das Modell ist in vielen Bereichen des NLP im Einsatz und bietet hervorragende Möglichkeiten für Fragen, welche andere Gehirnareale und damit neue Wahlmöglichkeiten im Gegenüber zu aktivieren. Wir können auch auf den verschiedenen Ebenen mit Menschen in Kontakt treten. Ein Rapport auf einer hohen Ebene ist z.B. besonders tief und tragfähig und kann ein gemeinsames Handeln erleichtern. Beziehungen auf den höheren Ebenen erlauben mehr Unterschiede auf den tieferen Ebenen. Wenn z.B. jemand mit Ihnen die gleichen Werte teilt, dann ist das meist eine gute Basis für langfristige Zusammenarbeit. Doch brauchen dieses Verbindungen länger bis sie sich etablieren oder entstehen durch gemeinsame besonders eindrückliche Erlebnisse.

Intensive Erfahrungen auf  den verschiedenen logischen Ebenen sind Grundlage stetiger und langhaltender Veränderung.

Aufbau der neurologischen Ebenen

Bitte beachten Sie bei den neurologischen Ebenen, dass diese auch nur ein vereinfachtes Konzept sind. Unser Gehirn ist noch viel komplexer. Doch helfen Vereinfachungen wie diese, bestimmte Abläufe im Gehirn zu erklären und damit Lösungswege darüber zu definieren. Und wenn das funktioniert, dann reicht uns dieses Modell. Das „*“ , ganz oben im Bild der Pyramide, bedeutet übrigens in den verschiedenen NLP Schulen etwas Unterschiedliches. Einmal wird es als Mission – als Berufung im Leben definiert – manchmal ist es jedoch auch eine Art spirituelle Verbindung. Probieren Sie es aus, was es für sich ist. Manchmal ist es auch von der Anwendung der Fragen abhängig, als was man es definiert. Coaching ist ja nicht starr, sondern lebt von Flexibilität und Wahlmöglichkeiten.