Gaia Einweihung - Schamanische Arbeit
Sieben schamanische Tage im Herzen des bayrischen Waldes
Die Gaia ist ein Kurs von Claudia Siebler und Gerhard
Popfinger. Der Kurs findet Anfang August jeden Jahres eine Woche lang
im bayrischen Wald statt. Der Kurs ist geeignet für Familien, da
eine Kinderbetreuung mit dabei ist. Hier ein Erlebnisbericht vom JAhr
2006. Bei Interesse an der Gaia oder an Schwitzhüttenritualen bitte
Email an:
Claudia : claudiasiebler@gmx.de oder Gerhard
: gepopfinger@online.de
Heilung durch die Erde - Gaia Einweihung
Eine Woche schamanische Arbeit im Herzen des bayrischen
Waldes, ohne warmes Wasser, ohne Strom. Dafür gab es einen kleinen
See, gespeist aus einem Bergbach, eine gemütliche Kuschelecke im
Igluzelt und einen GRuppenraum im Tippi. Geheizt mit harzigem Holz.
27 Menschen haben sich an diesem wunderschönen Platz
im bayrischen Wald zusammen gefunden. Davon dieses Mal eine Menge an Kindern,
eine Kinderbetreuung, eine Köchin. Der eigentliche Kern der Gaia
Reisenden bestand aus 13 Menschen. Meine Frau Claudia Raja und Gerhard
träumender Delphin leiteten dieses Ereignis, doch auch sie waren
dem Prozess der Einweihung in die Mutter Erde unterworfen.
Die Gaia ist ein leicht verändertes schamanisches
Ritual, bei dem man durch die Himmelsrichtungen und deren Energien reist
und dabei seine energetischen Schilde ausbalanciert. Nach dem Wissen der
Alten besitzen wir verschiedene Schilde, mit denen wir uns in der Welt
zeigen. Diese sollten mehr oder weniger im Gleichgewicht miteinander sein.
Doch sind diese es schon lange nicht mehr. Vor allem das Ostschild der
Transformation und der Spiritualität, und das Westschild der Magie
der Erde verlieren Ihre Energien an die verletzten inneren Kinder im Süden
und die mentalen Überflieger der heutigen technischen Welt im Norden.
Süd, Nord, West und Ost. Eigentlich nur 4 Himmelsrichtungen,
doch auch vier Energien, die uns allen bekannt sind. Wir treffen uns im
Tippi. In der ersten Redestabrunde zeigen sich die Erwachsenen. Im Licht
des Tippifeuers sieht man neugierige Augen. Was wird uns erwarten? Was
wird sich verändern? Viele kennen diesen Prozess schon. Waren mehrmals
dabei, und sind doch immer noch aufgeregt, was kommt.
Das erste Teaching spricht vom Süden und dem Kind
in uns. Das Kind mit all seinen schönen, aber auch seinen verletzten
Anteilen. Nach dem Teaching springen wir wie eine Schar kleiner Kinder
lachend ins Wasser. Gehen Baden und beginnen wieder Kind zu sein. Reden
mit den Bäumen, lassen uns berichten von unseren Stärken und
Schwächen . Nicht, dass uns das jemand gesagt hätte, doch die
Energien beginnen zu wirken, und werden stärker, bis wir abends in
die Schwitzhütte des Südens gehen.
Nur ein paar Weidenäste ein paar Decken darüber
und ein Feuer in dem die Steine erhitzt werden. Die Feuerfrau Brigitta
wird den Prozess vor der Hütte begleiten, uns die glühenden
Steine in die Sweatlodge bringen und uns schützen. Mehr ist das nicht.
Einfach nur sein. Gereinigt von Salbeirauch gehen wir in die Hütte.
Sitzen und Stauen als die ersten Steine kommen. 11 glühende Steine
empfangen mit Salbei wärmen die ansonsten völlig dunkle Hütte
langsam auf. Claudia läd die Kräfte ein und die Hütte beginnt.
Es wird heisser und heisser und langsam heißt es loslassen der Schilde.
Es heißt sich in die Obhut der Energien begeben. Sich in Vertrauen
hin zu geben, wie ein Kind seinen Eltern blind vertraut. 4 Runden mit
immer wieder neuen Steinen öffnen die Geister der Erwachsenen. Langsam
zeigen sich Verletzungen, die Flecken im Schild. Die 3te Runde zeigt das,
was man nicht mehr haben möchte. Was man endlich loslassen möchte.
Die 4te Runde ist nur noch Stille und Hingabe. Es ist jedesmal ein Wunder,
wie mich die Erde empfängt und mich einfach nur umarmt, wenn ich
versuche, mich vor der Hitze zu drücken und mich ganz nah auf den
Wiesenboden der Hütte zu legen. Ich beginne die Erde zu spüren.
Dann
werden wir nach 3 Stunden in der Südhütte neu geboren. Gehen
hinaus in die Welt - Freuen uns, lachen und weinen. Kühlen uns mitten
in der Nacht im Glitzern der Sterne im See. Essen im nahegelegenen Bauerhaus
eine Kleinigkeit und kuscheln uns in die Schlafsäcke.
Der nächste Tag ist stark verändert. In der
Redestabrunde sind die Menschen weicher geworden. Haben sich angenähert.
Erste Gefühle brechen auf. Menschen zeigen sich-andere verstecken
sich.
Gerhard erzählt vom Norden - seine Energie ist die
des Nordens, der Luft, des Erwachsenen Denkers. Doch gerade dieses Schild
ist überladen. Wer kann sein Herz öffnen, wenn er in Zahlen
denkt. Die Tiere werden uns helfen. Wir reisen zu den Krafttieren. Finden
diese im Nagual - in der anderen Welt der Schamanen. Die Tiere begleiten
uns in die Hütte.
Der Wolf ist mein Krafttier. Schon seit einem Jahr, als
er meinen Sohn angekündigt hat, folgt er mit seinem Rudel meiner
Spur. Abends in der Schwitzhütte des Nordens ist er präsent.
In der Hitze der 2ten Runde spricht er Dinge aus meinem Mund. Er redet
davon, dass ich endlich aufhören soll, den Platzkampf im Rudel aus
dem Weg zu gehen. Meine Kraft zu zeigen und wirklich da zu sein. Nicht
mehr den Schwanz einzuziehen und mich klein zu machen. Ich weiss, was
er meint. Bei Menschen, die ich mag, höre ich manchmal auf, meine
Kraft zu zeigen, dann beginnt meist ein Drama, dass ich erst wieder beenden
kann, wenn ich Abstand nehme und mich wieder zentriere. Das kann manchmal
Tage dauern.
Der Wolf sagt noch mehr. Und immer redet er aus meinem
Herzen. Aus dem Bereich, der hinter dem Nordschild versteckt ist. Und
genauso reden Tiger, Elephanten und der laute brummelige Bär von
Reiner und viele weitere Tiere, offene Worte in der Hütte, welche
die Menschen bisher gut versteckt hatten.
Die Hütte ist um Mitternacht vorbei. Es ist anstrengend gewesen.
Das Leben aus der Kraft des Intellekts kostet so viel Energie. Ich kuschelel
mich an meine Frau und will nur noch schlafen.
Der nächste Tag ist anders. Die Redestabrunde ist
lange und voller offener Worte. Worte auch an die aus der Gruppe, die
sich noch verstecken. Die Gruppe will Sie sehen. Möchte Ihre Herzen
sehen. Doch es ist immer mit Respekt gesprochen. Nicht jeder ist geübt
darin sich einfach zu öffnen. Tränen fließen. Menschen
lachen. Etwas hat sich verändert. Die Gruppe wird enger fasst sich
an den Händen und geht über in die Energie des Westens
Der Schild des Westens. Voller Kraft nimmt uns Mutter
Erde auf. Magische Energien beginnen über den Platz zu reisen. Kinder
sagen die Zukunft voraus. Männer und Frauen tanzen im Rhythmus der
Erde Ihren Tanz. Heute ist der Tag der Dunkelheit. Die Nacht Kalis steht
bevor. Heute Nacht in der Schwitzhütte gilt es, als Gruppe in das
Zentrum der Erde zu reisen und sich von Kali die dunklen Anteile zerstören
zu lassen. Die Trommel begleitet uns in die Hütte und das montone
Tom Tom Tom im Takt der Erde im Dunkel der Hütte bringt Energien
hervor, die voller Magie sind. Verbunden mit dem Glühen der Steine
und dem Zischen des Wassers sitzen wir eng aneinander. Wir Reisenden öffnen
sich UNS jeder Runde, um endlich abzugeben:
Wie ein Gruppenthema zieht es sich durch die Sprechenden.
Wie können Frauen lieben, wenn Sie kämpfen müssen. Wann
begann dieser Kampf der Frauen. Die die Verantwortung für so viel
übernehmen. Und doch nicht mehr fähig sind sich den Männern
hin zugeben, die dadurch nicht Ihren männlichen Teil leben können,
sondern diesen mit den Frauen teilen müssen. Die Energien sind so
verschoben. Die Liebe zeigt sich im Gebenden und im Nehmenden. Im Yin
und Yang des miteinanders. Jeder in der Hütte ist in dieser Nacht
mit diesem Thema verbunden. Ist Teil der Heilung und Teil des Problems.
Nur gemeinsam kann in dieser Nacht das Herz geöffnet werden. Wir
reisen in die Tiefen der Erde. Mein körperliches Thema zeigt sich
als dicke Fette Spinne die mich einspinnen will. Einen Teil meines Körpers
eng macht. Doch verbunden mit der Gruppe, kommt etwas Neues hinzu. Vor
mir läuft ein Kampf des Strahlens meines Herzens und der Spinne ab.
Ein Kampf, den ich auf körperlicher Ebene spüre. Es ist so viel
Liebe in mir. Es so viel Kraft in mir. Ich sprenge die Klammern der Spinne
und vertraue in den Prozess dem ich mich gerade nur hingeben kann.
Als wir aus dem Schoß der Erde entlassen werden
und auch aus der Hütte heraus neu geboren werden, erwartet uns eine
Milchstraße voller Sterne. So hell und klar. Als ob die Erde uns
sagen möchte. Schaut. Ihr seid eins. Doch auch Ihr seid nicht allein.
Es gibt unzählige lebende Planeten wie mich. Seid verbunden.
Schlafen und Frühstücken. Gemeinsam ist die
Energie des Tage. Trotz Dauerregens ist die Stimmung heute fast euphorisch.
Redestabrunden sind geprägt von Energie und Schönheit. Kein
Schatten bleibt zurück. Wir können uns sehen.
Der Osten kommt. Transformation des Feuers. Visionen
des Lebens und individuelle Veränderungen im Prozess sind das Thema.
Doch nach dem Osten haben wir auch das Rad durchkreist und werden wieder
am Anfang ankommen.
Die Osthütte wird um 5 Uhr morgens beginnen. Die
Nacht dahin werden wird durchfeiern. Wir singen Lieder der schamanischen
und indischen Tradition. Erzählen uns Geschichten und lachen und
tanzen. Viel zu schnell ist es drei Uhr morgens und wir beginnen das Feuer
zu entzünden. Heute loderte es binnen Minuten auf, wo es bisher immer
lange gebraucht hat. Ich lege mich neben das Feuer und lausche 2 Stunden
im Halbschlaf dem Prasseln, bis wir beginnen zur ersten Runde in die Hütte
zu gehen. Dies wird die heisseste Hütte werden, doch nach jeder Runde
verlassen wir die Hütte und meditieren Richtung Sonnenaufgang. Und
es ist unglaublich kraftvoll in dieser Feuerkraft zu sein.
Gleichzeitig verändert sich etwas in mir. Es ist
wie ein Realitätsschock. Ich verliere all meine großen Träume,
die ich die Tage davor hatte. Doch dafür bin ich jetzt ganz hier
und sehe genau, was eigentlich jetzt zu tun ist. Nicht träumen sagt
das Feuer, sondern die Energien in etwas handfestes Neues transformieren.
Energie fließt dorthin, wo ich es nicht erwartet hatte.
Am Ende bin ich ernüchtert. Meine Bäume unterstreichen
dies mit Ihren Worten und noch mehr Klarheit kommt. Ich bin müde,
doch auch mitten in meiner Kraft. Ich habe heute ein Kriegerherz . Kann
meine Kraft halten und ganz in dieser Energie bleiben. Ich weiss, was
für mich, meine Familie und meinen Clan gut ist. Zeit zu handeln.
Die Gruppe trifft sich ein letztes Ma,l tauscht sich
aus, doch jeder ist in seine eigene Energie wieder eingetaucht. Doch was
ich sehe, sind Menschen ohne Maske, die sich verändert haben. Schöner
geworden sind und kraftvoller geworden sind. Sich lieben und diese Liebe
geben möchten. Keine Worte sind unter uns mehr nötig. Wir räumen
den Platz, Essen noch gemeinsam und machen uns auf den Weg nach Hause
.
Danke Gaia
Danke Raja
Danke Gerhard.
Danke an diese wunderschöne Gruppe
Dank an all die Kinder, die uns gezeigt haben, was es heisst Kind zu sein
Dank an die Natur des bayrischen Waldes, welche eine wunderschöne
Kulisse für diesen Prozess zur Verfügung gestellt hat.