Timeline–Codierung der Zeit

Wyatt Woodsmall hat in einem Buch  Timeline Pionierarbeit des NLP im Umgang mit der Zeit dokumentiert.
(Time Line: NLP-Konzepte zur Grundstruktur der Persönlichkeit)

Es wird dabei von der Grundannahme ausgegangen, dass:

a.) Zukunft und Vergangenheit ein Konstrukt des Gehirns ist

b) Das Gehirn eine Codierung erschaffen hat um herauszufinden was nun jetzt morgen oder übermorgen , bzw. gestern und vorgestern ist.

Es gibt nur ein Jetzt. Sie können nicht in der Vergangenheit leben. Aber Ihr Geist kann sich in den Bereichen, die mit Vergangenheit codiert sind, verlieren. Auch in die Zukunft  können Sie nicht reisen, denn wenn Sie dort sind ist es wieder Jetzt. Und doch hat sich so etwas wie Zukunft und Vergangenheit entwickelt. Ein gutes Beispiel, wie so etwas entstanden ist kann man bei Ameisen betrachten. Deren wichtigstes Informationsmedium ist die Kommunikation mit chemischen Stoffen (Pheromonen). Wenn es einen neuen guten Platz für die Aufzucht von Läusen gibt, wird diese Information über Fühler weiter gegeben. Damit der Stamm aber entscheiden kann ob das gut oder schlecht ist, hat sich bei einigen Ameisenstämmen eine Art Informationsaufzeichnung ergeben. Wenn vielleicht ein Platz gute Erträge bietet, dann bekommen die Arbeiterinnen das mit und geben es immer weiter über Duftstoffe ins Innere des Baus. Dort sitzen die Informationsameisen, welche diese Informationen aufnehmen und die Duftstoffe an einen bestimmten Ort streichen. Des weiteren ist es nun deren Aufgabe an diese Information immer wieder neu zu verstärken, indem das Pheromon regelmäßig an diesem Ort erneuert wird. Kommt irgendwann mal eine Ameise die einen Platz für Läuse gefunden hat, dann wird anhand des Geruches und das Ortes, an dem das abgelegt wurde vielleicht geprüft, ob der Platz früher gute oder schlechte Erträge bekommen hat. Das Ameisenvolk lernt!

Und lernen hat daher mindestens zwei Codierungen: Der Ort und das Pheromon.

TimelinesBei Menschen ist diese Codierung auch sehr ähnlich, nur das wir eben das volle Spektrum der Repräsentationen ( VAKOG ) codieren. Aber eben auch wieder innerlich an einem bestimmten Ort.
Wenn man nun diese Codierung untersucht dann ergeben Ähnlichkeiten. Eine Gruppe von Menschen sieht die Vergangenheit und Zukunft vor sich. Und das oft von links nach rechts oder auch anders herum. also die Vergangenheit ist links oben; die Gegenwart vor der Nase und die Zukunft vielleicht rechts oben. Das sind Through-Timer. Also Menschen, welche die Zeit vor sich sehen können und damit ein gutes Gefühl für die Zeit haben.

Die andere Gruppe ist die der In-Timer, die in der Zeit stehen. Diese beginnt hinter Ihnen und geht dann durch den Kopf und die Zukunft ist vor Ihnen. Oft sind das Menschen, welche Stress nicht viel anhaben kann, da Sie nicht immer die Zukunft vor Augen haben und alles überprüfen.

Und dann gibt es noch Mischtypen wie die Between-Timer, deren Linie links in der Vergangenheit beginnt, dann aber durch sich geht und in der Zukunft aus der Person wieder heraus tritt und und die rechte Zukunft führt.

 

Aufgabe zur Übung:

Aufgabe:

Finde bei jemanden heraus, wie dieser seine Timeline organisiert.  Aus einem Gespräch heraus fragst Du jemanden nach sich wiederholenden, nicht emotional geprägten Ereignissen. Zähne putzen, Unterwäsche anziehen, Mittagessen usw. Frage Dein Gegenüber, ob er sich erinnern kann, wie er sich gestern, vorgestern, vor einer Woche, vor einem Monat … die Zähne geputzt hat. Achte genau darauf, wohin die Augen oder der Kopf bewegen; woher die visuelle Erinnerung kommt. Alles, was Dir Hinweise liefert, ist wichtig. Gehe damit in die Zukunft und Vergangenheit und evoziere die Timeline bei Deinem Gegenüber.