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Lernen 3 - Körperliche AspekteGanzheitliches Lernen Lernen ist ein Aspekt des ganzen Körpers. Nicht nur, dass Lernen heisst, neue Verknüpfungen der Synapsen zu erzeugen, oder im Bestfall sogar neue Nervenzellen zu erzeugen. Nein, neben verschiedenen Hirnzentren sind auch verschiedene körperliche Zentren beteiligt. Um zu verstehen, was Lernen bedeutet, betrachten wir, zugegebenermaßen stark vereinfacht, einen solchen Vorgang. Sie wollen englische Vokabeln lernen. Wie tun Sie dass? Vielleicht vertrauen Sie auf die Macht der Wiederholung, Sie sagen sich das Wort solange vor, bis Sie es beherrschen. Oder Sie schreiben es, oder Sie stellen sich das Wort als geschriebenes Wort vor Ihrem geistigen Auge vor. Was auch immer Sie tun, Sie werden es auf diese Art und Weise öfter tun müssen, bevor der gewünschte Effekt eintritt. Natürlich kann es sein, dass Sie bereits andere interne Techniken haben, die besser funktionieren. Dann beglückwünsche ich Sie dazu. Doch trotz allem müssen wir eine interne Hürde überwinden, bis die Information aus Ultrakurzzeitgedächtnis ins Kurzzeitgedächtnis und dieses Wiederum ins Langzeitgedächtnis übergeht. Stellen Sie sich das bitte nicht wie Speicherbereiche im Gehirn vor, sondern eher als Verbindungen zwischen verschiedenen Nervenzellen, die erst instabil sind und später unter bestimmten Bedingungen chemisch stabilisiert werden. Und je öfter dies passiert, desto einfacher wird es, den Zugriff auf diese Information zu erlangen. Dreh und Angelpunkt dieses Ablaufs ist der Hippocampus. Ein kleiner Bereich im Gehirn, der seine Lage im soggenannten limbischen System hat. Zusammen mit Uschi Föhrweiser, Osteopathin haben wir die natürlichen Bewegungen dieser Gehirnbereiche näher betrachtet. Die Amydala, das emotionale Gedächtnis, tief eingebettet im limbischen System, schwingt mit dem limbischen System in kleinen rhythmischen Bewegungen. Je weniger die Amygdala aktiv ist, desto ruhiger wird der Schwingungsprozess. Die Amygdala bewertet alle Sinnesinformationen (real oder imaginiert) auf gut oder schlecht. Aktiviert wird diese durch Stresssituationen und zwar bevor wir diese bewusst erleben. Wie sonst hätte dieser Ablauf uns im Dschungel daran hindern können auf eine Schlange zu treten. Bis wir es bewusst hätten, wären wir schon gebissen. So oder ähnlich sind die Definitionen. Was man aber weis, ist, dass eine Amgdala, die aktiv ist, eine Produktion von verschiedenen Stresshormonen aktiviert, die gleichzeitig verhindern, dass Wohlfühlhormone produziert werden. Lernerfahrungen werden hier auch gemacht, doch dann meist nur in der Amygdala. Gleichzeitig beginnt der Gyrus Cinguli, der laut dem bekannten Gehirnforscher Antonio Damasio, so etwas wie die Aufgabe des Ich, bzw, der Kontrollperson in uns übernimmt. Der GC schirmt quasi die höheren Gehirnzentren ab, die ich eigentlich nun mit neuem Wissen füttern möchte: Neurologisch macht er die Schaltbahnen dicht und neuroohysiologisch schiebt er sich nach frontal und verdichtet sich ein wenig. So als ob Ihre Hände um ein zerbrechliches Küken formen. Man kann mit geeigneter Schulung sogar an der Stirn deutlich erkennen, in welchen Zustand der GC sich gerade befindet. Übersetzt heisst das nun: Lasst mich alle in Ruhe mit euerem Input, ich habe gerade Angst/Stress, muss mich schützen und kann gerade nicht. Komm wieder, wenn ich mich entspannt habe. Gegenteilig, kann man behaupten, dass ein entspannter oder freudig aktiver Körper eine Gegenreaktion zu diesen Abläufen generieren kann und die Abläufe unterdrücken oder wenigsten verlangsamen kann. Also körperliche Bewegung ist notwendig. Es gibt Wissenschaftler, die behaupten, die beste Gehirnleistung hat man, wenn man bei einem Spaziergang im Wald miteinander kommuniziert und Themen durchspricht. Bei problematischen Gesprächen in der Beziehung, habe ich diese immer auf meinem extrem gepolsterten Sofa geführt. Auf dem bin ich dann leicht gewippt. Was die Partnerin zwar anfangs irritiert, hat, doch irgendwann ist sie dann doch mit mir in Rapport [siehe NLP] . Und schwierige Themen konnten relativ einfach angesprochen werden. Heute habe ich dieses Sofa nicht mehr, doch die Erfahrungen aus dieser Zeit sind auch heute noch sehr hilfreich. |
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