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Lernen 2 - Emotionale Aspekte des Lernens

Ganzheitliches Lernen Teil 2. Lernen hat viel mit emotionaler Bewegung zu tun. Lernen ist nicht nur ein rein kognitiver Prozess, sondern wird durch unsere Einstellung stark beeinflusst.

Lernen muss Spass machen, damit wir das Gelernte uns merken und umsetzen können. Dies gilt auf jeden Fall heute als Grundlage jeglichen Lernens. Heerscharen von Wisenschaftlern haben in Untersuchungen festgestellt, dass wir besser lernen, wenn Emotionen wie Freude, Ruhe, Gelassenheit dabei sind. Dies ist auf jeden Fall von höchster Bedeutung. Und kein Unterricht oder Training oder eigener Lernprozess sollte ohne diese Aspekte durchgeführt werden ( Die Wirklichkeit sieht allerdings noch ganz anders aus ) Trotzdem wird dabei oft übersehen, dass neben diesen positiven Effekten auch berücksichtigt werden muss, dass jede Anstrengung - sei diese noch so fidel - nach geraumer Zeit dem allgemeinen Anpassungsgesetz unterworfen ist. Der Körper und der Geist senden Signale aus, die dem Lernenden melden, jetzt ist es genug, ich bin müde , ich kann nicht mehr. Teilnehmer in Kursen, Schüler in der Schule, Lesende von Büchern. Jeder wird diese Signale früher oder später bemerken. Bei Schülern wandeln sich diese Gefühle schnell ins Gegenteil um. No Bock, Stimmungen in Klassen können schnell kippen. Bei Erwachsenen laufen Stressvermeidungsprogramme an. Zigarette, Kaffee, Widerstand. Motivation ist ab diesem Zeitpunkt gefragt: Vom Trainer oder von jedem selbst. Und die Motivation muss nun den Willen ansprechen. Das Innere ja für den Lernprozess muss aktiviert werden. Es tut gut, seine Grenzen ein wenig zu erweitern, ein wenig weiter Richtung der magischen Grenze zu puschen, von der das allgemeine Anpassungsgesetzt sagt, dass der positive Eustress plötzlich umkippt in den soggenannten Distress. Jeder weiterer Versuch der Steigerung würde nun, nur zu mehr Widerstand, oder in weiterer Folge zu einem emotionalen/körperlichen Zusammenbruch führen.

Was also tun, wenn der Lernprozess einer Gruppe oder einer Person an diese Grenze kommt. Dies ist ein kritischer Punkt. Oftmals falsch verstanden, oft auch sind die Reaktionen an diesem Punkt falsch interpretiert.

  • Schauen Sie sich eine Klasse von Schülern an.In der Pause beginnen die Jungs heute sich zu streiten, zu pöbeln, zu raufen, zu rennen, zu streiten. Die Mädchen ziehen sich zurück kichern, streiten auf Ihre Art und Weise. Oft gesehene Abläufe an deutschen Schulen. Mittlerweile laufen auch extreme Aktionen ab, wie das verteilen von Gewaltvideos über Handys.
  • z.B Erwachenengruppen trinken Kaffee, rauchen eine Zigarette, oder gehen sich aus dem Weg oder reden über negative soziale Aspekte oder Personen, um sich intern über diese zu stellen. Das letztere ist eine allgemein bekannte Methode zum Abbau von Stress in Gruppen. Sind Sie Trainer: Dann achten Sie mal darauf.
  • Dies sind nur negative Beispiele, es gibt auch viele andere posive Aktionen um Stress abzubauen.

Was hat das alles zu bedeuten. Es heisst, dass die Emotionen, die durch den Stress aufgestiegen sind, versucht werden zu verarbeiten. Jeder auf seine Weise, jeder so wie es seinem Denken und seinen Glaubensystemen entspricht. Am natürlichsten sind noch die Aktivitäten der Kinder. Laufen rennen, Aggression sind natürliche Aspekte. Kaffee und Nikotin hingegen sind perfekte Emotionsblocker.
Und zwar im wörtlichen Sinne. Die für die emotionale Verarbeitung notwendigen chemischen Rezeptoren, Neurotransmitter, oder ähnliche Substanzen werden geblockt. Das Ergebnis ist eine kurzfristige Lösung des auslösenden Gefühls: Ich kann nicht mehr. In zweiter Linie aber eine Lüge an uns selbst. Besser wäre es gewesen, das Gefühl des Stresses zu spüren, bis es wie es normal ist auf einen ursprünglichen Level zurückgeht.

Ein Training oder ein Unterricht sollte dieses Abläufe beachten. Es ist der Rhythmus der die Musik macht. Es ist das Spielen mit den Emotionen, dass einen guten Kurs ausmacht. Es ist ein zeitlicher Rhythmus, der ein effektives Lernen ausmacht ( Siehe auch NLP ) Ausserdem werden neue Strukturen bzw. Muster langsam erworben, d.h. „Inputs“ müssen konstant gehalten werden, bis ein Lernvorgang abgeschlossen ist. Ständige Veränderungen von Situationen und Bedingungen verwirren und behindern damit das Lernen. Besonders negativ auf den Lernprozess wirkt sich das Fehlen von Strukturen aus. Wer noch keine Orientierung über ein bestimmtes Sachgebiet hat, wer die grundlegenden Begriffe nicht kennt, der kann auch mit noch so viel Fakten nichts anfangen.

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